Man kann davon ausgehen, dass weltweit nach dem gleichen Verfahren vorgegangen wird, wenn das Office of Special Affairs (OSA) für die eine oder andere Aktivität Freiwillige braucht. Leserbriefe müssen geschrieben, Anonymous oder Regierungen unterwandert oder die Anti-Psychiatriebewegung von Scientology unterstützt werden.

Man darf nicht glauben, dass Scientologen das wirklich freiwillig machen – sie werden zu den jeweiligen „Aktivitäten“ immer aufgefordert. Konkret: OSA  rekrutiert sie, nachdem bei einer Vorauswahl ihre Eignung für das eine oder andere festgelegt wurde.

Diese Vorauswahl läuft simpel ab: OSA verfügt über die Mitgliederlisten, weiß aus ihnen den Grad der Scientology-Intensität (Kurse, Auditing), steckt den Rahmen der Einsetzbarkeit fest (PR, Sprecher, Internet, CCHR usw.), ob die jeweilige Person „gecleared“ (ihre Unbedenklichkeit überprüft) wurde, von wem  dies gemacht wurde und ob man ihr generell trauen kann.

Alles wird akribisch aufgearbeitet, festgehalten und bei den jeweiligen „Aktivitäten“ umgesetzt.

Wenn es also gilt, Anonymous-Aktivitäten in der Stadt X zu unterwandern, werden einige Personen aus der Liste ausgewählt, „gebrieft“ – und losgeschickt.

Man kann sagen, dass für jedes Scientology-Mitglied eine „Beschreibung“ existiert, die die Verfügbarkeit des Einzelnen im Hinblick auf dezidierte Aktivitäten festlegt, die dann gemäß der jeweiligen Planung abgerufen werden können.

Insofern ist es durchaus zulässig, wenn man sagt: Potentiell ist jeder Scientologe mehr oder weniger OSA-Mitglied.

Für Scientologen ist es selbstverständlich Pflicht, sich dem jeweiligen Kampfauftrag von Scientology aka OSA anzuschließen.

Hier die entsprechende OSA-Liste von WUS (Westliche USA):

Die Listen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sehen ähnlich aus.

Für die richtige Schmutzarbeit werden diese Volunteers aber nicht eingesetzt, das machen dann schon Privatdetektive oder andere „Spezialisten“ …

Foto: MAD/Spy vs Spy