Im April 2014 förderte Jeffrey Augustine eine Reihe von Dokumenten zutage: Es handelte sich um die sogenannten  990-T-Formulare, die steuerbefreite Organisationen in den USA ausfüllen müssen, um derart u.a. ihren Buchwert gegenüber der US-Steuerbehörde zu dokumentieren.

Hier die Church of Scientology Flag Service Organization (FSO), die einen Buchwert von 209 Millionen Dollar meldete …

Seit 1993 wird Scientology in den USA nach einer Vereinbarung zwischen dem Internal Revenue Service, der amerikanischen Steuerbehörde, und dem Psychokult als steuerbefreit geführt, muss aber jährlich die besagten Formulare ausfüllen.

Die Zahlen, die 2011/2012 dabei sichtbar wurden, veranlassten Tony Ortega zur Aussage „Shock Dox“, denn alleine drei der zahlreichen Untergruppierungen von Scientology wiesen einen Buchwert von 1,4 Milliarden Dollar aus.

Mike Rinder, ehemaliger Leiter des Office of Special Affairs, dem Geheimdienst von Scientology, relativierte diese Zahlen insofern, als er meinte, dass „diese das mindeste darstellten, was Scientology angeben konnte, ohne dass es der Steuerbehörde auffiel, um welche Summen es dabei wirklich geht“.

Auffallend ist auf jeden Fall, dass die International Association of Scientologists (IAS) aufgrund ihrer Nichtverfügbarkeit – sprich: Off-Shore – fehlt bzw. keine Steuererklärung abgeben musste. Man kann davon ausgehen, dass dort das Barvermögen schlummert und die wahren Einnahmen gemacht werden, während die offizielleren „Organisationen“ vor allem Bilanzwerte darstellen.

Und dann gibt es ja auch noch den Church of Scientology Religious Trust (CSRT), den IAS Memberhip Trust und andere Konstruktionen, wo sich auch allerlei verschleiern lässt, wie Mike Rinder festhält – und das Internal Revenue Service keinen Zugriff hat.

Foto: Google Earth