Das E-Mail zeigt den „Alltag“ der Scientologen. Da hatte ein Scientologe einen Arbeitskollegen „geworben“, diesem als Einstieg Life Repair (Lebensreparatur) verkauft, dafür Provision (10 %) erhalten und dann war dieser alles andere als happy damit: „Als ich letzten Sonntag xxxxx [Scientologe] von der Org abholte, um mit ihm für einen gemeinsamen Termin nach Kärnten zu fahren, bemerkte ich seine eher schlechten Indikatoren [wie er aussah]. Als ich ihn darauf ansprach, bejahte er dies. „Er wäre fertig mit Scientology.“

Im folgenden Gespräch beklagte er sich speziell darüber, dass das Life-Repair nicht wie ursprünglich besprochen über ein Wochenende (1-2 Intensive) dauerte, sondern ein weiteres notwendig wurde. Nun eröffnete man ihm, dass er noch etwa drei weitere Intensive benötigt um es abzuschließen. Er sei darüber nicht im Vorfeld aufgeklärt worden. Zusätzlich ist er darüber verstimmt, dass sein Auditor versuchte ihm diese Intensive nahe zu legen [ihn dafür einzuschreiben/sie zu verkaufen]. Der Dienst [Life Repair] selbst – so meinte er – scheint ihm nichts gebracht zu haben.“

Life Repair ist im weitesten Sinnes des Wortes eine Art Pseudo-Psychoanalyse auf dem Wissensstand der 60er-Jahre des vorigen Jahrhunderts – sehr optimistisch betrachtet. Man könnte auch sagen: Schwachsinn hoch 10.

Darüber hinaus ist das E-Mail ein wunderbarer Beleg, wie die sogenannten „Wissensberichte“ funktionieren. Scientologen schreiben über alles, jedes und jeden einen solchen Bericht und halten darin fest, was sie für eine Abweichung von der Psychosekte sehen.

Hier das Mail …

Und als PDF:  E-Mail Liferepair

Foto: Scientology-Publikation